Rundwanderung bei Neunkirchen

Das Wetter zeigte sich von seiner trockenen Seite als fünfzehn Wanderfreunde und Hund Sky zu einer herbstlichen Tour bei Neunkirchen aufbrachen. Start und Ziel war der im idyllischen Lauterbachtal liegende Brechelbacher Hof. Auf dem Eisvogelweg führte der Weg zunächst über einen kleinen Hügel zum Hof Krempel. Die Kreisstraße 50 war schnell überquert und die Gruppe ging in Richtung Hundsköppel, bog dann aber nach Neunkirchen ab.

Unterwegs boten sich immer wieder schöne Ausblicke auf die sattgrünen Hügel der Umgebung und die Sonne ließ sich auch ab und zu blicken! Nach ca. sechs Kilometern war die Brechelbacher Hütte wieder erreicht und die Wandergruppe ließ sich Kaffee und hausgemachte Kuchen schmecken. Auch frischer Federweißer und Zwiebelkuchen fand guten Absatz!

Sterntreffen in Rennerod

Für dieses Jahr hatte der Zweigverein Rennerod zum Sterntreffen geladen, da er sein 125jähriges Bestehen feiern wollte. Die geplante, große Veranstaltung fiel Corona-bedingt ins Wasser, aber die Organisatoren haben das Beste daraus gemacht und fünf sehr interessante Wanderungen rund um Rennerod angeboten, bei denen historische, naturkundliche und landschaftliche Besonderheiten bestaunt werden konnten. Mittags gab es "Lunchpakete" und die Frauen des Vereins boten einmal mehr köstliche Kuchen an. Die Stadtkapelle Rennerod unterhielt die Gäste mit flotter Musik. Der Vorsitzende des Westerwaldvereins Rennerod, Dr. Bernhard Tischbein, gab einen kurzen Einblick in die Vereinsgeschichte, die mit der Geschichte der Stadt eng verbunden ist und die Bürgermeister der Stadt und der Verbandsgemeinde begrüßten die Gäste. Mit der traditionellen Wimpelübergabe endete der Nachmittag.

Freiwilligen-Mitmach-Tag 

Foto: Gerlinde Ruß

Viele Interessierte fanden sich am Stand des Westerwaldverein Bad Marienberg e.V. auf der Marienberger Höhe ein, um beim Pflanzen des Ilex-Baumes (Baum des Jahres 2021) dabei zu sein. War zuerst ein Vertreter der SPD am Ort des Geschehens und brachte zur Stärkung der Helfer belegte Brötchen mit, fand sich wenig später Marvin Kraus ein, der nicht nur die CDU vertritt, sondern auch als Mitglied des Wester-waldvereins Bad Marienberg selbst Hand anlegte um den Baum in die Erde zu bringen. 


Foto: Röder-Moldenhauer

Währenddessen war eine zweite Gruppe unterwegs, um die Schilder der Bäume zu reinigen, die seit 1989 im Bereich Wildpark gepflanzt wurden. Auch die auf der Marienberger Höhe stehenden Schutzhütten wurden inspiziert. Nur das Freischneiden der zu den Bäumen des Jahres gehörenden Fichten musste auf später verschoben werden. Es war eine gelungene Aktion, die allen viel Freude gemacht hat!


Wanderung zur Burbacher Heide

Siebzehn Wanderfreunde trafen sich am Sonntagmorgen zu einer Wanderung in der Burbacher Heide. Nach kurzer Anfahrt zum Gewerbepark Siegerland II startete die Wanderung. Der Weg führte durch ein sehr schönes Waldgebiet zur Hirtenwiese, wo viele Heidelbeerbüsche und auch schon Heidekraut wuchs. 

Zwar waren auch hier viele Rodungsflächen zu sehen, aber die "neuen" Ausblicke auf das Siegerland entschädigten etwas für den fehlenden Wald. Bald ging es recht steil hinunter nach Burbach und die Gruppe folgte dem Burbach aufwärts ins Naturschutzgebiet "In der Gambach". 

Leider fing es dann zu regnen an, was der Schönheit dieser größten Wacholderheide im Kreis Siegen keinen Abbruch tat. Heidel- und Preiselbeeren waren reif und das Heidekraut blühte! 


Von hier führte der Weg – langsam bergan zurück zum Ausgangspunkt. Aufgrund der Wetterlage wurde auf eine gemeinsame Einkehr verzichtet und ein herzliches Dankeschön gilt den Wanderführern Margot und Armin Wagner.

"Rundweg Nister"

Ein Rundweg über den Basaltpark zur Nister war geplant – doch dann kam es anders… Beim Treffpunkt fanden sich nicht nur dreizehn Wanderfreunde pünktlich ein, nein auch ein kräftiger Regenschauer machte das Aussteigen aus dem Auto fast unmöglich. Aber schnell schien wieder die Sonne und die Gruppe machte sich auf den Weg Richtung Innenstadt und Westendstraße. 


Der Basaltpark, der die Wanderer mit schönen Seerosen und idyllischer Ruhe erfreute, war bald erreicht und weiter ging es über den M3 Wanderweg hinunter nach Langenbach auf den Radweg. Schon im Wald wurde es immer dunkler und es fing wieder an zu regnen. Doch es waren nur ein paar Schritte bis zum Haus des Vorsitzenden und hier fand die Gruppe nicht nur ein Dach zum Unterstellen, auch ein "Wäller Wässerchen" machte die Runde! So konnte der kräftige Regenschutt bei bester Laune abgewartet werden. Eigentlich sollte es dann hinunter zur Nister gehen, aber in Anbetracht der bedrohlich dunklen Wolken entschieden sich die Wanderer, direkt Richtung Innenstadt zu gehen, um es sich bei einer Tasse Kaffee gut gehen zu lassen! So führte der Weg am Edeka vorbei zur Bismarckstraße. Hier verabschiedete sich ein Teil der Wanderer, während sich die anderen im Café niederließen und den leckeren Kuchen genossen. Ganz entspannt konnten sie hier den nächsten Regenguss beobachten ! 

Säuberung der Wacholderheide


Den sonnigsten Tag der Woche hat sich der Fachwart Natur, Detlev Sprenger, ausgesucht, um mit drei Mitstreitern die Wacholderheide freizuschneiden. So wurde das Gras um die Wacholderstöcke entfernt und die innerhalb der Büsche hochwachsenden Unkräuter herausgenommen. 

Ganz bewusst wurden blühende Gräser und Büsche, die den Wuchs der Wacholder nicht direkt behindern, stehen gelassen, um den "Gästen des Insektenhotels" weiterhin "Vollpension" bieten zu können. Diese Pflanzen werden dann im Herbst, bei einer weiteren Säuberungsaktion zurück geschnitten bzw. entfernt. Detlev und den fleißigen Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt! 


                 Marienberger Höhe

Endlich war es soweit und vierzehn Wanderwillige fanden sich zum ersten, gemeinsamen Spaziergang über die Marienberger Höhe ein. Nach einer kurzen Begrüßung ging es zur "Marmer Eisch". Hier muss leider gesagt werden, dass es sich Vandalen nicht haben nehmen lassen, die kleinen Nummernschilder zu beschädigen, die ursprünglich so fest geschraubt waren, dass man sie ohne Werkzeug nicht hat bewegen können. Schade – wenn freiwillig und ehrenamtlich geleistete Arbeit so "gewürdigt" wird! Trotzdem fand es großen Anklang, was die "Marmer Eisch zė verzelle hôt". Weiter ging der Weg entlang des Wildparks zum geplanten Anschauungswald. Hier wartete schon Förster Jochen Panthel auf die Gruppe und nahm sich viel Zeit, über die Arbeit der Forstleute mit den geschädigten Bäumen, über die Folgen der Klimaveränderungen und über die damit verbundenen Herausforderungen zu sprechen.

So soll die Aufforstung des Anschauungswaldes dazu dienen, auf ca. 3 ha Fläche eine Vielfalt an Bäumen heranzuziehen, an denen man erkennen kann, wie die unterschiedlichsten Bäume auf gleiche Klimabedingungen reagieren. Denn z.B. Esskastanie, Buchen Zeder, Schwarznuss, Ilex und viele andere müssen nicht nur Kälte, Wind und Trockenheit aushalten, sie sollten auch gegen Schädlinge einigermaßen resistent sein. In diesem Zusammenhang bat Förster Panthel darum, bei Spaziergängen darauf zu achten, ob an Eichen der Eichenprozessionspinner zu erkennen ist und ihm den Standort zu melden. Leider kommen durch die veränderten Temperaturen immer mehr Schädlinge zu uns, die es früher nicht oder nur selten gab. Etwa zwei Meter breite Wege sollen an den Anpflanzungen vorbeiführen und kleine Schilder mit den Namen der jeweiligen Baumart werden den Besuchern die entsprechenden Informationen liefern. Herr Panthel möchte hier mit Schülern zusammenarbeiten, die sich in Projektarbeiten mit diesem Thema beschäftigen und auch Baumpatenschaften übernehmen sollen. Auch hatte die Gruppe Gelegenheit, sich schon mal den Ort anzusehen, wo der Westerwaldverein Bad Marienberg im Herbst Ilex Bäume anpflanzen wird.

Die Gruppe bedankte sich bei Förster Panthel ganz herzlich für diesen interessanten und informativen Vortrag und setzte ihren Weg Richtung Wilhelmshütte fort. 

Unterwegs überraschten Ausblicke auf Höhn und andere Ortschaften, die bisher nicht gesehen werden konnten. Über die Großen Wolfsteine ging es zurück zum Ausgangspunkt, wo sich die Wanderfreunde bei herrlichem Sonnenschein im Biergarten ein erfrischendes Getränk und einen kleinen Schmaus schmecken ließen.
Über weitere Wanderungen informieren wir zeitnah!