Säuberung der Wacholderheide


Den sonnigsten Tag der Woche hat sich der Fachwart Natur, Detlev Sprenger, ausgesucht, um mit drei Mitstreitern die Wacholderheide freizuschneiden. So wurde das Gras um die Wacholderstöcke entfernt und die innerhalb der Büsche hochwachsenden Unkräuter herausgenommen. 

Ganz bewusst wurden blühende Gräser und Büsche, die den Wuchs der Wacholder nicht direkt behindern, stehen gelassen, um den "Gästen des Insektenhotels" weiterhin "Vollpension" bieten zu können. Diese Pflanzen werden dann im Herbst, bei einer weiteren Säuberungsaktion zurück geschnitten bzw. entfernt. Detlev und den fleißigen Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt! 


                 Marienberger Höhe

Endlich war es soweit und vierzehn Wanderwillige fanden sich zum ersten, gemeinsamen Spaziergang über die Marienberger Höhe ein. Nach einer kurzen Begrüßung ging es zur "Marmer Eisch". Hier muss leider gesagt werden, dass es sich Vandalen nicht haben nehmen lassen, die kleinen Nummernschilder zu beschädigen, die ursprünglich so fest geschraubt waren, dass man sie ohne Werkzeug nicht hat bewegen können. Schade – wenn freiwillig und ehrenamtlich geleistete Arbeit so "gewürdigt" wird! Trotzdem fand es großen Anklang, was die "Marmer Eisch zė verzelle hôt". Weiter ging der Weg entlang des Wildparks zum geplanten Anschauungswald. Hier wartete schon Förster Jochen Panthel auf die Gruppe und nahm sich viel Zeit, über die Arbeit der Forstleute mit den geschädigten Bäumen, über die Folgen der Klimaveränderungen und über die damit verbundenen Herausforderungen zu sprechen.

So soll die Aufforstung des Anschauungswaldes dazu dienen, auf ca. 3 ha Fläche eine Vielfalt an Bäumen heranzuziehen, an denen man erkennen kann, wie die unterschiedlichsten Bäume auf gleiche Klimabedingungen reagieren. Denn z.B. Esskastanie, Buchen Zeder, Schwarznuss, Ilex und viele andere müssen nicht nur Kälte, Wind und Trockenheit aushalten, sie sollten auch gegen Schädlinge einigermaßen resistent sein. In diesem Zusammenhang bat Förster Panthel darum, bei Spaziergängen darauf zu achten, ob an Eichen der Eichenprozessionspinner zu erkennen ist und ihm den Standort zu melden. Leider kommen durch die veränderten Temperaturen immer mehr Schädlinge zu uns, die es früher nicht oder nur selten gab. Etwa zwei Meter breite Wege sollen an den Anpflanzungen vorbeiführen und kleine Schilder mit den Namen der jeweiligen Baumart werden den Besuchern die entsprechenden Informationen liefern. Herr Panthel möchte hier mit Schülern zusammenarbeiten, die sich in Projektarbeiten mit diesem Thema beschäftigen und auch Baumpatenschaften übernehmen sollen. Auch hatte die Gruppe Gelegenheit, sich schon mal den Ort anzusehen, wo der Westerwaldverein Bad Marienberg im Herbst Ilex Bäume anpflanzen wird.

Die Gruppe bedankte sich bei Förster Panthel ganz herzlich für diesen interessanten und informativen Vortrag und setzte ihren Weg Richtung Wilhelmshütte fort. 

Unterwegs überraschten Ausblicke auf Höhn und andere Ortschaften, die bisher nicht gesehen werden konnten. Über die Großen Wolfsteine ging es zurück zum Ausgangspunkt, wo sich die Wanderfreunde bei herrlichem Sonnenschein im Biergarten ein erfrischendes Getränk und einen kleinen Schmaus schmecken ließen.
Über weitere Wanderungen informieren wir zeitnah!