Wanderung zum Alvenslebenstollen und Burglahr
10:00 Uhr Unsere Gruppe: 19 motivierte Wanderer, die gemeinsam die Geschichte der Region erkunden möchten. Wissensdurstig und voller Tatendrang.
Unsere Gästeführerin: Roswitha Fischer, zertifizierte Geo-Lotsin aus Burglahr , erzählt uns auf unserem Weg entlang des alten Bahndamms immer wieder Interessantes und Wissenswertes von der Landschaft, Gebäuden und der harten Arbeit der Bergleute.
Angekommen am Alvenslebenstollen werden wir ausgerüstet mit Helm und Grubenlampen.
Der Alvenslebenstollen liegt versteckt in einem idyllischen Tal als stiller Zeuge des Bergbaus. Einst von Bergleuten mit harter Hand in den Fels getrieben, erzählt er heute von einer Zeit, in der Eisenerzabbau das Leben der Region prägte.
Der Stollen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt und nach dem preußischen Staatsminister Alvensleben benannt.
Noch heute lässt sich die beeindruckende
Arbeit der Bergleute erahnen: Massive Stützkonstruktionen, handgeschlagene Gänge und das raue Gestein erzählen von einem harten Alltag unter Tage. Mut, Hoffnung und der Wunsch nach einem besseren Leben lassen sich heute noch dort spüren.
Dieser von 1835 bis 1864 erbaute Wasserlösungsstollen der ehemaligen Grube Louise ist für seine beeindruckende Farbigkeit durch Mineralablagerungen wie Malachit bekannt.
Weiter führte uns der Weg zur der kur-kölnischen Burg in Burglahr. Mächtig thront sie über dem Ort und bietet mit ihrem ca. 25 Meter hohen Rundturm einen spektakulären Ausblick.
Zurück am Ausgangspunkt, den Wissensdurst gestillt, genossen wir bei einem leckeren kühlen Getränk und schmackhaften Essen unsere Eindrücke.
Rund um den Dreifelder Weiher, zum Skulpturenpark und zur Burgruine Steinebach
Schon beim Aussteigen aus dem Auto lag dieser typische, schwere Duft von nassem Laub und feuchter Erde in der Luft. Dunkle Wolken hingen tief über dem Westerwald, und ein feiner, gleichmäßiger Regen begleitete uns von Beginn an.
Der Weg führte dicht am Ufer entlang. Kaum andere Wanderer waren unterwegs; nur das Rascheln unserer Regenjacken begleitete uns.
Vom Weiher aus ging es weiter in Richtung Skulpturenpark an der Wied. Zwischen Bäumen und Wiesen tauchten plötzlich Kunstwerke auf – aus Metall, Stein oder Holz gefertigt.
Der matschige Boden machte das Gehen anstrengender. Mehr als einmal rutschten wir leicht aus und mussten lachen, obwohl uns der Regen inzwischen bis in die Schuhe gezogen war. Doch gerade diese Unbequemlichkeit machte die Wanderung intensiv.
Die Farben der Natur – das teilweise noch mit Schnee bedeckte Grün der Wiesen, das Braun des Bodens, das Grau des Himmels – wirkten im Nieselregen kräftiger und klarer.
Der letzte Abschnitt führte zur Burgruine Steinebach. Hier wird eine der lieblichsten Sagen des Westerwaldes erzählt vom Ritter von Steinebach, der an einem Kreuzzug ins Morgenland teilnahm. Gegen die Sarazenen kämpfend, erhält er die Nachricht vom Tode seiner Frau. Darauf gerät er in türkische Gefangenschaft, aus der er jedoch von einer Sultanstochter befreit wird.
Aus Dankbarkeit nimmt er sie mit auf seine Westerwälder Burg. Voll Freude über das Wiedersehen nimmt seine totgesagte Frau ihn und seine Retterin auf. Die drei Menschen lebten fortan glücklich miteinander und ohne eine Spur von Eifersucht.
Der Weg war inzwischen aufgeweicht, und jeder Schritt musste bedacht gesetzt werden. Der Wind wehte kühl, und der Regen wurde für einen Moment stärker, als wollte er uns daran erinnern, dass wir Gäste in dieser rauen, herbstlichen Szenerie waren.
Trotz rutschiger Passagen meisterten alle die Strecke mit Bravour. Am Ende waren zwar die Schuhe ordentlich verschlammt, – aber die Stimmung war umso heller.
Fazit: 13,5 km, nasse Füße, rote Wangen – eine rundum gelungene Tour, die wieder einmal gezeigt hat:
Das Wetter macht nur einen kleinen Teil aus, die Menschen machen den Unterschied
Jahreshauptversammlung
Am 7. Februar trafen sich siebenunddreißig Mitglieder des Vereins zur jährlichen Jahreshauptversammlung. Der Vorsitzende begrüßte die Versammlung, zu der form- und fristgerecht eingeladen wurde. Auch stellte er die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung, der Totenehrung und Begrüßung der neuen Mitglieder bedankte sich Phillip Schmidt herzlich bei Ingrid Wagner und Ulrich Schmack für ihre Unterstützung und überreichte beiden einen Blumenstrauß.
Auch freute er sich, in diesem Jahr gleich zwei Jubilare für 60 Jahre Vereinstreue zu ehren: Alfred Franz und Archibald Bönsch.
In seinem Jahresrückblick zeigte Uli Schmack Bilder der Aktivitäten mithilfe der Berichte aus unserer Homepage. Besonders hervorzuheben waren die neuen Hundewanderungen, an denen bis zu zwanzig Hunde dabei waren, die Kinderwanderungen und der Stammtisch, der bereits viermal stattfand. Es folgten die Berichte der Fachwarte, danach wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Vor den Neuwahlen wurden Phillip Schmidt, Birgit Regner und der – leider krankheitsbedingt fehlende – Uwe Regenhardt mit einem Geschenk verabschiedet.
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Ulrich Schmack, Vorsitzender; Gabriele Jettkant, stellvertretende Vorsitzende; Ursula Krämer, Schriftführerin; Klaus Groß; Fachbereich Finanzen,
Im erweiterten Vorstand sind:
Fachbereich Kultur: Nicole Schmieder, Fachbereich Natur: Ralf Stockhammer, Fachbereich Presse +PR: Ingrid Wagner, Fachbereich Wandern: Gabriele Jettkant.
Ursula Schuster und Günter Thiede wurden zu Kassenprüfern gewählt.
von links: Ingrid Wagner, Uli Schmack, Gabi Jettkant, Klaus Groß, Nicole Schmieder und Ralf Stockhammer
Hans Jürgen Wagner beglückwünschte den neuen Vorstand und wünschte ihm und dem Verein viel Glück bei allen Aktivitäten und freut sich, dass mit den Neugewählten ein spürbar frischer Wind weht.
Unser neuer Vorsitzender bedankte sich herzlich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und stellte zusammen mit Gabi die Aktivitäten für 2026 vor. Hervorzuheben ist eine Tagesfahrt nach Limburg mit Schifffahrt und Stadtbesichtigung am 9. Mai und der nächste Stammtisch am 20.2. Zum Schluss bedankte er sich auch herzlich beim Ehepaar Krüger, die dem Verein einmal mehr den Versammlungsraum im Wildparkhotel zur Verfügung gestellt haben.
Winterwanderung „Rund um Altenkirchen“
Am Samstag 17.01.2026 waren wir 16,2 km und 320 hm unterwegs mit netten Leuten, tolle Wege, „kleine Enten im Wald“ geheimnisvolle Zeichen in Baumstämmen, entlang der Wied. Vorbei an der Michelbacher Mühle,
gegründet bereits 1847/48, ab 1898 im Besitz der Familie des Müllers Fritz Hassel. Gebäudebestand und die technische Ausstattung wurde im Laufe der Jahre ständig modernisiert. Bis heute beliefert die Michelbacher Mühle mit den verschiedensten Sorten von Mehl die heimischen Bäckereien. Dann ging es
vorbei am Hermann-Löns Denkmal
Dieses wurde von den Altenkirchener Jägern im Jahr 1937 errichtet. Der jetzige Denkmalstein wurde hierfür eigens im Wahlroder Wald ausgesucht. Noch im Jahre 1964 fand hier zum 50. Todestag von Hermann Löns eine Hubertus-Messe statt.
Dann ging es zum "Raue Stein"
eine imposante, etwa 30 Meter hohe Felsformation im Amterother Wald. Der Bergrücken, der wie ein moosbegrünter Altar aussieht, ist idealer Ruheplatz für Wanderer. Hier kann man, scheinbar eingetaucht in eine mystische Welt von Elfen und Feen, so richtig die Seele baumeln lassen. Im Tal unterhalb des Rauhen Steins, Roschseifen genannt, lässt darauf schließen, dass man den Talboden im Mittelalter mit Sieben ausgewaschen hat, um Eisenerz, Zink und Blei zu gewinnen. Um den Rauhen Stein ranken sich zahlreiche Legenden, so könnten dort im Mittelalter den Göttern Pferdeopfer dargebracht worden sein. Es könnte aber auch ein Ort der früheren Gerichtsbarkeit gewesen sein.
Der Bismarckturm: die Grundsteinlegung für den 14 m hohen Turm fand an Bismarcks 99. Geburtstag am 01.04.1914 statt, die Einweihungsfeier verschob sich, bedingt durch den 1. Weltkrieg, bis zum 21.05.1922.
Der Bismarckturm in Altenkirchen ist einer von nur noch 2 Türmen in Deutschland der noch jedes Jahr immer am 2. Samstag im Juni befeuert wird.
Danke an Christine, Gästeführerin aus Altenkirchen für die Einblicke, Ausblicke und interessante Erklärungen.
Letzte Station war das Ehrenmal auf dem Dorn,ein beeindruckendes Ehrendenkmal, das an die Gefallenen und Opfer des 1. und 2. Weltkrieges, sowie an die jüdischen Bürger Altenkirchens während des National-sozialismus erinnert und durch seine besondere Bauweise aus Bruchsteinsäulen und Gedenktafeln hervorsticht.
Danke an unsere DWV zertifizierte Wanderführerin Gaby und Ihrem Mann Thomas für die tolle Organisation.
Auftakt ins neue Wanderjahr!
So früh, wie noch nie startete der Westerwaldverein Bad Marienberg in die Wandersaison 2026. Kurzfristig wurde das tolle Wetter verbunden mit der wunderschönen Schneelandschaft genutzt.
Danke an unsere Wanderführerin Gaby Jettkant für die tolle Idee. 16 Wanderbegeisterte erkundeten die Marienberger Höhe auf der 6 km langen Strecke.
Vorbei ging es an den „Wolfsteinen“ und der „Waldkirche“. Auf dem Weg dorthin begeisterte Werner Schuster mit Geschichten von Landschaft, Natur und Heimat.
Der "Große Wolfstein" bei Bad Marienberg im Westerwald ist ein vor 25 Millionen Jahren durch Vulkanismus entstandener Basaltfelsen, der als Naturdenkmal geschützt ist und durch eine Sage vom Teufel geprägt wird, der eine Himmelsleiter baute.