Rund um Ailerchen

Unser Wanderführer Bernd Ruß erwartete uns bereits auf dem Parkplatz am Flughafen Ailertchen. Von hier aus wanderten wir los bis zum Ende der Landebahn und  bogen dann Richtung Halbs und Hergenroth ab. Dieser Bereich war lange Jahre  Bundeswehr-gelände und reichte bis zu den Kasernen nach Westerburg. Bernd erzählte von den unterirdischen Gängen, die zu Übungszwecken gebaut und benutzt wurden. Auch zwei große Photovoltaikanlagen sind hier zwischenzeitlich entstanden.  Der Weg führte uns durch Wiesen und kleine Wälder und wir erreichten dann  unser Ziel, den Rosenthaler Hof der Familie Mulder. 

Hier erwartete uns der Hausherr und wir erfuhren interessante Details und Fakten von der modernen Landwirtschaft und der neuen Biogasanlage, die nur mit eigenen landwirtschaftlichen Abfällen betrieben wird.  

Auf dem Hof leben ca. 220 Milchkühe, die in offenen Ställen untergebracht sind. Es gibt  auch eine Kälber- und Jungtieraufzucht. Am Mittag vor unserem Besuch wurde ein Kälbchen geboren. Von den 260 ha bewirtschafteter Fläche werden 70 ha mit Ackerbau betrieben.  Ein wichtiges Standbein sind  auch die Biogasanlage und die Photovoltaikanlage für die Stromerzeugung.  Nach der Besichtigung ging es über befestigte Feldwege zurück zum Flughafen


Wandern bei Steinen

Die Wanderer des Westerwaldvereins Bad Marienberg starteten am Sonntag den 11.Oktober 2020 auf dem Parkplatz am Abenteuer-Spielplatz bei Dreifelden. Von hier ging der Weg zunächst zu  Brinkenweiher und zum Postweiher. Auf dem Weg Richtung Steinen wurde auch ein kurzer Abstecher zum Hausweiher gemacht. 

Hier beobachteten die Wanderer viele Enten, Reiher und Schwäne, die auf dem Wasser unterwegs waren. Der Weg führte dann nach Steinen, wo am Gemeindehaus eine Rast eingelegt wurde. Ausgangs der Ortschaft konnte man in der Ferne Burg Hartenfels, im Volksmund auch Schmanddippe genannt, sehen. Weiter führte der Weg an einen Waldlehrpfad vorbei. Von hier hatte man einen herrlichen Ausblick auf den Köppel bei Montabaur und die Ausläufer des Siebengebirges. Die Gruppe wanderte, geführt vom Ehepaar Hertlein,  weiter Richtung Dreifelden-Seeburg, dem Haiden-Weiher entlang und zurück auf den Parkplatz. Einmal mehr eine Wanderung, an der sich Alle erfreuten. 

Rundwanderung um Hohenroth

Wir trafen uns mit unserer Wanderführerin Marita Pick auf dem Parkplatz am Höllberg. Leider waren witterungsbedingt einige Absagen eingegangen, aber beim Start der Wanderung war es trocken und blieb es auch, bis wir wieder bei den Fahrzeugen eintrafen. Vom  Parkplatz aus ging es hinauf auf den Höllberg mit einer Höhe von 643 Metern der höchsten Erhebung des hessischen Westerwaldes. Von oben hatte man eine gute Fernsicht. Wir folgten dem Weg D 2 und gelangten nach Hohenroth; weiter ging es an den Windmühlen vorbei und nach Querung der B 255 in Richtung Waldaubach. 

Auf dem Westerwaldsteig gelangten wir dann zum Heisterberger Weiher. Die 11 ha große Wasserfläche wird vom Rehbach gespeist. 

Hier erwartete uns, neben vielen Enten, auch eine Schwanenfamilie, die am Heisterberger Weiher in diesem Jahr gebrütet hatte und mit zwei Jungtieren auf dem Wasser unterwegs war. Nun war es dann nicht mehr weit zurück zum Parkplatz. Für die meisten Teilnehmer war es ein Ausflug in eine Gegend, die sie vorher noch nicht bewandert hatten, allen aber gut gefallen hat. 


Wanderung um Bad Marienberg

Bei herrlichem Wanderwetter starteten wir unsere Wanderung rund um Bad Marienberg Durch den Kurpark führte uns der Weg durch das Schulzentrum. Die farblich gestalteten Außenfassaden der Gebäude machen einen freundlichen Eindruck. Von hieraus folgten wir dem Weg zur Marienberger Höhe und erreichten den Elly-Turm. Hier erinnert eine Info-Tafel an den Turm, und zwischen den Bäumen und Sträuchern sind noch die Bruchsteinfundamente zu erkennen. Dieser hölzerne Turm wurde bereits im Jahr 1900 im Auftrag des damaligen Landrates Büchting erbaut und trägt den Vornamen seiner Ehefrau. Vorbei ging es am Großen und Kleinen Wolfstein zur Waldkirche. Hier verweilten wir, um bei dem Fototermin eines Hochzeitspaares zuzusehen, das sich in der Waldkirche am späteren Nachmittag trauen lassen wollte. Vorbei am Kletterpark wanderten wir weiter am Hedwigturm vorbei, hinunter in den Basaltpark. Auch er ist ein Kleinod unserer Westerwälder Heimat. Einige Teilnehmer/innen konnten sich noch erinnern wie es in ihrer Kind- bzw. Jugendzeit im Steinbruch aussah und welche schweren Arbeiten damals zu verrichten waren. Da gab es noch viel Handarbeit und wenig Maschinen. Weiter führte unser Weg durch den Buchenwald, am Jugendbahnhof vorbei ins Nistertal. Wir überquerten die Schwarze Nister, liefen unter der alten Eisenbahnbrücke hindurch und genossen das plätschernde Wasser. Dann folgte der etwas anstrengendere Anstieg in den Schorrberg, der durch den herrlichen Buchenwald verlief. Den Abschluss bildete der Anstieg zur Marienquelle. Hier hielten wir inne und Friedel Stahl, der auch als Stadtführer unterwegs ist, erklärte uns interessante Details. Die Marienquelle wurde erstmals 1863 in der Kirchenchronik erwähnt, und das Wasser wurde als "vortreffliches Wasser" beschrieben. Von hieraus, vorbei an der Evangelischen Kirche, erreichten wir im Nu unseren Ausgangspunkt an der Touristinfo


        Auf dem Wasser-Erlebnispfad


Margot Wagner berichtet:
Der Weg startete in der Nähe des Hopfengartens der Hachenburger Brauerei und führte uns auf einem schmalen Pfad in Richtung Gehlert. Wir kamen an einigen Wasserhochbehältern der VG Hachenburg vorbei und konnten uns auf den Schautafeln über die zentrale Wasserversorgung informieren. Hier erfuhren wir auch, wo das Brauwasser der Westerwald Brauerei herkommt. Mit moderatem Anstieg ging es überwiegend durch Laubwald, bis wir Gut Neuhof erreichten. Nun war es bis zum Gräbersberg nicht mehr weit. Am Aussichtsturm legten wir eine Rast ein. Dann folgten wir dem Weg Richtung Alpenrod, bevor wir am Parkplatz abbogen und am Waldrand den Baggersee beim Dickenhahn erreichten, der mit grünlichem Wasser gefüllt ist. Es gab Ah`s und Oh`s und viele waren vom Anblick überrascht, da nur wenige bisher überhaupt wussten, dass es hier in der Nähe von Alpenrod Tageabbaugebiete für Kaolin (weiße Tonerde) gibt.

Auf einem kurzen Abstecher, konnten wir einen Blick in die heute noch aktive Abbaugrube werfen. Unterwegs mussten wir erkennen, wie viel schon von unserem heimischen Wald verschwunden ist und wie viele kranke Fichten noch auf das Abholzen warten. Es macht einen schon traurig zu sehen, wie schlecht es dem Wald geht. Ab Gut Neuhof waren wir wieder auf der Alten Poststraße. Von hier aus ging es fast nur noch bergab und schon bald erreichten wir
wieder den Ausgangspunkt.

Zum Pfaffenmal und Bacher Lay

Zur Wanderung über das Pfaffenmal zur Bacher Lay trafen sich vierzehn Wanderer mit Wanderführer Detlev Sprenger an der Tourist-Info. Vorbei am ehemaligen Krankenhaus, Heino's Schlupfwinkel und dem Schützenheim ging es entlang der schwarzen Nister Richtung Eichenstruth. Von hier aus führte der Weg, am Friedhof vorbei wieder in den Wald zum Pfaffenmal. Hier erzählte Margot, dass der Sage nach unter einer Basaltkuppe ein Zwergenvolk lebte, die als Bergleute tätig waren und von den Leuten "Pfaffen" genannt wurden. Als Müller Knoll aus Bach eines Tages des Weges kam und die Schätze, Gold und Silber, in der Sonne glänzen sah, riefen die Pfaffen ihm zu: "Müller Knoll, Müller Knoll, mach dir Händ und Taschen voll!" Der Müller aber wollte mehr und lief nach Hause, um einen großen Sack zu holen. Doch dann kam er zu spät – Schätze und Pfaffen waren verschwunden und wurden seither nicht mehr gesehen! Nach diesem kleinen Ausflug in die Welt der Sagen ging es weiter zur Bacher Lay. In diesem idyllisch gelegenen, ehemaligen Basalt-Steinbruch legte die Gruppe eine kleine Pause ein. Durch den Wald ging es zurück nach Bad Marienberg. Während ein Teil der Gruppe noch einen Abstecher zur Marienquelle machte, verabschiedete sich der Rest und beschloss, noch irgendwo einen Kaffee zu trinken. Nach rund sieben Kilometern hatten sie sich das auch verdient!

    

          Wanderung zum Biberweiher

Auch bei dieser Wanderung konnten wir wieder das schöne Sommerwetter genießen. Von der Tourist-Info aus fuhren wir nach Freilingen. Vom Parkplatz aus war es nicht weit bis zum Biberweiher. Von Wanderführer Roland Hille erfuhren wir viel Wissenswertes über den Biber und das Biotop, dass durch seine Aktivitäten entstanden ist. Hier am Wölferlinger Biberweiher lebt ein einzelnen männliches Tier. Offensichtlich hatte es uns nicht erwartet, denn wir haben den Biber nicht gesehen. Die Bewohner von Wölferlingen waren anfangs über die Ansiedlung des Tieres keineswegs erfreut. Aber mittlerweile sind am Biberweiher mehr als 100 Vogelarten heimisch geworden. Dazu gehören Reiherenten, Tafelenten, Blässhühner, Stockenten , Kanadagänse, Nilgänse und sogar die seltene Spießente hat sich eingefunden. Hinzu kommen zahlreiche Libellen- und Insektenarten, sowie Amphibien.
Roland hatte aber noch etwas anderes für uns: So folgten wir ihm über Wald- und Feldwege zur Steinsetzung an der Wölferlinger Stockheck, die wahrscheinlich ein Relikt aus der Jungsteinzeit ist. Es handelt sich um eine Astronomisch-Kalendarische Steinsetzung, bei der angenommen wird, das unsere Vorfahren damit den Beginn und das Ende der Sommerzeit (Aussaat/Ernte) markierten. 

Das Interesse an dieser Wanderung war sehr groß. Durch die begrenzte Teilnehmerzahl wegen Corona stehen noch eine ganze Reihe Wanderfreunde auf der Warteliste. Geplant ist deshalb, diese Wanderung im Herbst noch einmal durchzuführen. 

Wanderung rund um den Schorrberg 

Auch bei dieser Wanderung konnten wir schönes Wetter bei sommerlichen
Temperaturen genießen. Es hatten sich wieder frohgestimmte Wanderer
eingefunden und los ging es vorbei am Apothekergarten und der Katholischen Kirche zum ehemaligen Heino`s Schlupfwinkel. Hier bogen wir auf den Nisterpfad ein. Durch schattigen Laubwald folgten wir dem Weg und an der ersten Abzweigung ging es dann erst einmal bergauf. Bevor wir die Straße überquerten, wurde noch ein Blick auf den Schorrberg geworfen, wo an diesem Nachmittag wieder mutige Radfahrer auf dem Parcours unterwegs waren. Weiter ging es bergauf bis wir den Wald erreichten. Nach einer kurzen Pause folgten wir unserem Wanderführer Roland Hille auf dem Rundweg, wo sich jetzt schattige Waldwege mit sonnigen Feldwegen abwechselten. Unterwegs wurden so
manche Gespräche geführt und Gartentipps und Rezepte besprochen. Am späten Nachmittag erreichten wir dann den Barfußweg und gingen zurück zur Touristinformation.

Wanderung zu den Trödelsteinen 

Bei herrlichem Wanderwetter traf sich die Wandergruppe auf der Lippe um von dort aus zu den Trödelsteinen aufzubrechen. Alle freuten sich, nach langen Monaten sich einmal wiederzusehen. Auch die beiden  Vierbeiner Luna und Benny wanderten mit. Zu Beginn der Wanderung bot sich ein toller Ausblick bis weit ins Rothaargebirge. Dann führte der Weg  erst einmal durch Wiesen und Felder bis die Wanderer an einer Kreuzung den Hauptweg verließen und einem naturbelassenen Waldweg folgten, der zum Aufstieg zu den Trödelsteinen führte.

Die Trödelsteine sind im Tertiär entstandene basaltische Stoßkuppen, die - anders als im Hohen Westerwald, wo sich eine geschlossene Basaltdecke ausgebildet hat -  aus einzelnen Quellkuppen bestehen.  Die Felsen reichen bis zum nahe gelegenen Gipfel des 613 Meter hohen Berges Trödelsteine. Natürlich wurde der Gipfel erklommen, von wo aus herrliche Ausblicke genossen wurden.


Nach kurzer Rast folgte die Gruppe dann dem Weg ins Buchhellertal. Die Schutzhütte auf halber Strecke, die für die Mittagsrast vorgesehen war, war leider belegt, sodass abgeholzte Baumstämme als Sitzgelegenheit dienen mussten um sich mit der mitgebrachten Rucksackverpflegung zu stärken.  Dann ging es erst einmal bergab, bis zur Kapelle Eben-Ezer im Buchhellertal. Von hier aus führte der Weg dann entlang der Heller bis das Dorf Lippe wieder erreicht wurde. Die Strecke war sehr ansprechend und wurde von allen problemlos bewältigt.

Abendwanderung auf der
Marienberger Höhe 

Die erste Wanderung nach der durch die Corona Pandemie erzwungene Pause fand regen Zuspruch. Große Freude herrschte, bekannte Gesichter wiederzusehen und sich wieder einmal, bei entsprechendem Sicherheitsabstand, über dies und das auszutauschen. Vom Kletterpark aus starteten 16 Wanderer in Richtung Eisenkaute und stiegen dann auf dem Westerwaldsteig hinauf zum Großen Wolfstein. Unterwegs erfuhren die Wanderfreunde viel über den Eisenerz-Abbau, der bis zum Jahr 1931 auf der Marienberger Höhe stattfand. Von hier wurde das Erz auf dem alten "Eisenkauten-Weg" mit Pferdefuhrwerken nach Korb zur Bahn gebracht. Nach einer kurzen Rast passierte die Gruppe auf dem Weg zur Wacholderheide die Überreste des Elly-Turms. Hier war zu erfahren, dass an dieser Stelle bereits Anfang 1900 ein 24 Meter hoher Turm errichtet war (höher als der Hedwigsturm am Wildpark). Eine sehenswürdige Attraktion in seiner Zeit!. Zu sehen ist dort auch ein Stein, der die Marienberger Höhe mit 568 Metern markiert. Vorbei an der Wilhelmshütte führte der Weg zum Kleinen Wolfstein und zur Waldkirche. 


Auch hier luden die Bänke zu einer Rast im Wald ein. Danach ging es zurück zum Wildpark. Friedel Stahl sparte während der Wanderung nicht mit interessanten Informationen zur Geschichte und gab auch Anekdoten zum Schmunzeln zum Besten.

ichte Juli-Dez.2020 nach oben