Zwischen Rotenhain, Lochum und Todtenberg

Zur Rundwanderung zwischen Rotenhain, Todtenberg und Lochum fanden sich sechzehn Wanderfreundinnen und –freunde am Parkplatz in Rotenhain ein. War es am Vormittag noch drückend schwül und auch feucht, klarte es zu Beginn der Wanderung um 14.00 Uhr auf und ein kühles Lüftchen erfrischte die Wanderer. Zunächst führte Wanderführer Roland Hille die Gruppe auf dem Kleeblattweg zum 453 Meter hohen Aussichtspunkt am großen Holzkreuz von wo man alle Gemeinden im weiten Umkreis sehen konnte. Da der ursprünglich geplante Weg an einer Stelle blockiert war, musste die Strecke mithilfe des ortskundigen Flurschützen Günter Baldus umgelegt werden. So ging es weiter über den Lochumer Bach zu den Fischteichen unterhalb Lochums. 
Immer wieder gab es auf dem Weg wunderbare Ausblicke weit über die Hügel des Westerwaldes. Besonders erfreut waren die Wanderer über die – extra für sie – frisch gemähten Wanderwege, auf denen es sich weich "wie auf Wolken" gehen ließ! Über diese Wiesenwege und durch schattige Wälder ging es unterhalb von Lochum in einem Bogen zurück nach Rotenhain. 

Da die Wanderung erst mittags losging, freuten sich alle über eine gute Tasse Kaffee oder ein verspätetes Mittagessen in der Burgschänke!

"Auf den Spuren alter Fluren"

Mit einem Innehalten zum Gedenken an unser verstorbenes Vorstandsmitglied, Ralf Neeb, begann die letzte der vier Kleeblatt-Wanderungen – diesmal die Touren gelb und orange.
Auf der "gelben Spur" führte einmal mehr der Flurschütz Günter Baldus dreizehn Wanderwillige über die Bornwiese zum Elsterberg/Kilhahn, der als "kühler Wald" bekannt ist. 


Bei der Freizeitanlage Wolfshohl informierte er über eine große Wolfsplage, die 1770 die Gegend heimsuchte. Dann hatte die Gruppe Gelegenheit, sich die Stockumer Mühle anzuschauen, sie ist die älteste Mühle im Kirchspiel Rotzenhahn und wurde im Jahr 1325 erbaut. Vom Bahnhof/Flurheck, der erst 1901 erbaut wurde, obwohl die Strecke von Au nach Limburg schon 1887 fertig war. ging es zum Friedhof, auf die "orange Spur". Vorbei an der Steuperwiese, die in den 60er Jahren aufgeforstet wurde, erreichte die Gruppe das "Leichenpfädchen". Hier wurden im 16. und 17 Jahrhundert die Toten der zu dieser Zeit im Land wütenden Pest – weit ab der Ortschaften – beigesetzt. 

Entlang des – aus dem Jahr 1424 stammenden – Schanzgrabens, der immer noch deutlich sichtbar ist, ging es über die Fluren Schmelzebetz/ Hondsschwanz, Castell/Bölz und eine aus dem Jahr 1841 stammende Schutzhecke zurück zur Burgschänke, wo sich die Gruppe das Mittagessen schmecken ließ.

Wanderung zu den Watzenhahner Riesen

Siebzehn Wanderfreunde machten sich auf den Weg nach Willmenrod, dem Beginn des oberen Teils der GeoRoute zu den Watzenhahner Riesen. Zunächst führte der Weg Richtung Berzhahn, entlang der Bahnstrecke, vorbei an einem alten Verladeturm, einem Zeugnis für den Basaltabbau in früherer Zeit. 

Von der Ortsmitte aus ging es ortsauswärts stetig bergan, gut dass Bänke an der Steigung zum Verschnaufen einluden! 

Bald waren die 1,3 Kilometer zur Bergkuppe geschafft und es tauchten weitere Gebäuderuinen aus der Zeit des Basaltabbaus auf. Ein kurzer Pfad führte vom Hauptweg ab und es bot sich schon nach 100 Metern eine eindrucksvolle Felsformation. 

Nach ein paar weiteren Metern öffnete sich das Gelände und die eindrucksvollen Basaltsäulen, die "Watzenhahner Riesen" lagen idyllisch in der Sonne. 

Hier luden wilde Erdbeeren zum Naschen und eine überdachte Sitzgruppe zum Verweilen ein. 

Nach dieser erholsamen Pause machte sich die Gruppe auf den Weg nach unten. So steil wie es bergan ging, ging es auch bergab und nach ca. 2 Kilometern durch lichten Buchenwald war der Ortsrand von Willmenrod erreicht.

Hier  - am Friedhof – konnten Grab und Gedenkstein vom ersten Fernsehkoch der Geschichte, Clemens Willmenrod,  besichtigt werden. Er war den meisten Wanderern noch aus dem Fernsehen der frühen 60er Jahren bekannt. Nach einem kurzer Weg durch den Ort waren die geparkten Autos erreicht und diese interessante, sehr schöne und eindrucksvolle Wanderung fand ihren Abschluss bei einem gemeinsamen Mittagessen in Westerburg.

                 3. Kleeblattwanderung 

           "Auf den Spuren alter Fluren"

 

Einmal mehr begrüßte Flurschütz Günter Baldus vom Verein Historica Rotenhain die Wanderfreunde aus Bad Marienberg. Erste Station war die Alte Burg, deren Reste ab 1997 ausgegraben und von 2009 bis 

 neu aufgebaut wurde. Vorbei an einem 2006 erbauten Bildstock kamen die fünfzehn Wanderer zur "Alten, großen Viehweide" und dem "Häusschesmarkt-Weg" und setzten ihren Weg zum "stillen Winkel" fort. Hier haben früher die Franzosen Holz geschlagen. Daher wird dieser Ort auch heute noch "Franzosen-Schlag" genannt. Von der "Alten Poststraße", die die Städte Frankfurt und Köln verband (jeweils ca. 100 Kilometer entfernt) kam die Gruppe zum "Vier-Herrenstein".

 

 Hier treffen die Gemarkungen Linden, Lochum, Rotenhain und Wölferlingen aufeinander. Im Januar eines jeden Jahres wird hier an der Schutzhütte von einer Theatergruppe "Gericht" gehalten. Weiter ging es zum "Weißen Weg", der so genannt wurde, weil er aufgrund seines lehmigen Untergrundes,– besonders im Sommer – mit weißem Staub belegt war.

 

Hier kann man noch einen der sogenannten "Streckensteine" sehen, mit denen eine 1872 geplante Eisenbahnstrecke, die über den Westerwald führen sollte, markiert worden war.

Nun war schon die Burgschenke in Sicht und erfrischende Getränke ließen nicht auf sich warten! Mit herzlichem Beifall bedankte sich die Wandergruppe bei Günter Baldus für diese interessante und informative Wanderung, die allen viel Freude machte.